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Filament Dryer


#1

Ich habe momentan ein paar Probleme damit, PVA zu drucken, und habe den Eindruck, dass das Filament einfach zuviel Feuchtigkeit gezogen hat. Ich habe zwar eine Polybox hier stehen in der ich mein angefangenes Filament aufbewahre, aber dadurch, dass die Box lediglich passiv Feuchtigkeit aufnimmt, hilft das ganze nicht mehr viel bei Material, das schon Feuchtigkeit gezogen hat. Beim Drucken sitzt das Filament auch meistens auf der Halterung auf der Rueckseite des Ultimakers; ich trau der leichtgewichtigen Box einfach noch nicht so recht ueber den Weg was das Feeden direkt aus der Box angeht.

Ich spiele daher mit dem Gedanken, 'nen Filament Dryer auszuprobieren, um zu sehen, ob das die Lage verbessert. Zu kaufen gibt es die zwar (nennt sich PrintDry), aber $99 + $30 Shipping finde ich 'ne starke Ansage dafuer, dass das Geraet nur ein leicht modifizierter Doerrautomat zu sein scheint.

Deswegen habe ich mal nach Alternativen geschaut und bin ueber diesen Guide gestolpert, in dem erklaert wird, wie man 'nen Filament Dryer fuer $30 bauen kann. Das Geraet muss man ein bisschen modifizieren indem man ein paar Teile druckt, die den Innenraum so vergroessern, das eine oder auch mehrere Filamentrollen hineinpassen; haelt sich aber alles in Grenzen.

Das war die gute Nachricht. Die schlechte: Die Basis fuer den Guide, der Doerrautomat von Westinghouse, den gibt es in Europa scheinbar nicht zu kaufen.

Ich habe daher mal Amazon durchforstet und bin auf dieses Geraet hier gestossen, was dem Westinghouse am naechsten kommt und auch von den Dimensionen zu passen scheint. Gut moeglich, dass man die Tray Extensions fuer den Westinghouse einfach nutzen kann, ggf. muss man die aber auch ein wenig anpassen. Ich berichte, wenn ich da angekommen bin und auch, wenn ich das Teil in Benutzung genommen habe. Evtl. tauche ich mit dem Teil Freitag abend zum OpenSpace auch einfach mal auf.

Wie handhabt ihr das denn mit dem Trocknen von Filament?


#2

Das Problem, das ich mit dem PVA habe, ist uebrigens, dass das beim Drucken oft schnell zerfasert. Die Strukturen sind zwar insgesamt ueberwiegend intakt und tun das, was sie sollen. Einzelne Fasern aber fliegen manchmal in den Bereich, der noch bedruckt werden soll, und das kann dann fiese Spuren auf der Oberflaeche hinterlassen.

Hier ein Beispiel von einem Druck in fruehem Stadium. Da wuerde ich erwarten, dass das PVA nicht so zerfranst…

Und hier ein Beispiel von einem fertigen Objekt mit den Spuren, die das PVA hinterlassen hat:

Ich bin gespannt, ob sich das mit dem Trocknen des Filaments bessert, aber wenn ihr andere Vermutungen habt, woran das liegen koennte, bin ich ebenfalls ganz Ohr. :slight_smile: Meine Recherchen haben bislang jedenfalls nichts ergeben…

Und wenn das mit dem Filament Dryer so klappt, wie ich mir das vorstelle, stell ich das gerne auch separat in den Projektvorstellungsteil des Forums.


#3

Moin moin,

auf Deinem letzten Bild schaut es aus als ob Du zwei Probleme hast. Zum einen schauen die einzelnen Layer ungleichmäßig aus. Es wird unsauber gedruckt, als ob das Material nicht gleichmäßig gefördert wird. Die Probleme habe ich, wenn ich zu fix drucke.
Außerdem solltest Du mal mit Deinen Retract-Einstellungen rumspielen. Es ist das Zurückziehen und wieder Rausdrücken des Filaments in und aus dem Extruder. Das würde die Löcher hinter den „Ecken“ erklären.
Hast du das mal ohne Stützstruktur mit PVA gedruckt?

Und eine unpraktische Idee zum trocken halten von nicht gebrauchten Filamentspulen ist, das ganze Vakuum zu verpacken. Vakuumiergerät.

Gruß Gunnar


#4

Hi Gunnar,

Danke fuer die schnelle Antwort gestern!

Ich habe heute mal testweise den Fablab Hut mit PVA gedruckt, und der ist einwandfrei geworden bei 35 mm/s Print Speed (und 50% Fan Speed).

Am Material scheint’s also nicht zu liegen. Ich werde ueber’s Wochenende mal verschiedene Print Speed und Retraction-Einstellungen ausprobieren, und nochmal berichten.

Danke auch fuer den Vorschlag mit dem Vakuumiergeraet. Schau ich mir definitiv bald mal an, wenn man Filamentbestand weiter waechst.


#5

Wie versprochen habe ich ueber’s Wochenende ein groesseres Objekt gedruckt und den Print Speed auf 40mm/s halbiert. Die gute Nachricht ist, dass das PVA seinen Dienst verrichtet hat. Die eher Schlechte ist, dass der Druck mit 0.15 Layer Height, 1.2mm Wall Thickness, 40mm/s Speed bei 133g PLA und 122g PVA knapp 62 Stunden benoetigt hat. Dafuer bin ich allerdings auch mit der Qualitaet zufrieden.

Mittendrin:

Der fertige Druck mit Support:

Das Endergebnis:

Das mit dem Filament Dryer werde ich trotzdem angehen, sobald das Ding eingetroffen ist. Danke nochmal @Gunnar fuer die Orientierungshilfe. :wink:


#6

Moin moin!

Dass Teil sieht doch schick aus!:wink:
62h…so lange, jedoch ist das Ergebnis wirklich ansehnlich! Ich will auch einen Drucker mit Dualdruckkopf!
Falls Du irgendwann mal etwas “stabiles” für mechanische zwecke drucken willst, sollte sowieso die Geschwindigkeit reduziert werden, damit sich die einzelnen Layer ordentlich verschweißen.

Sag mal, werden das Modelle für SW Legion?

Gruß Gunnar


#7

@Gunnar Nah dran. Der Fels ist eigtl. fuer Mythic Battles Pantheon, da passt er genau auf’s Spielbrett. Kann man aber natuerlich auch fuer Star Wars Legion oder andere Tabletops verwenden.

Und fuer Legion habe ich auch schon gedruckt, ein paar Dinge von Imperial Terrain. Spielst Du auch?


#8

Nein,

aber vielleicht ja irgendwann.

Gruß Gunnar