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Natürlich wirkende Gitterstrukturen


#1

Moin moin!

Wiki macht uns schlauer und sagt uns was sich hinter dem Voronoi-Diagramm verbirgt. Die Theorie schmeißen wir beiseite und wollen einen in Fusion gezeichneten Körper in eine “natürlich gewachsene” Gitterstruktur bringen. Das ganze machen wir mit Hilfe von dem Programm Meshmixer (for free :+1: ).

Mein Beispiel sieht gerendert so aus: :astonished:

Am Anfang war der Körper! (oder doch der Urknall)

Ich wollte ein Armband, und dies soll die Grundform sein. Das ganze exportiere ich als STL-Datei und importiere es in Meshmixer.

In Meshmixer könnt Ihr [Strg-W] drücken, damit schaltet Ihr die Ansicht des Körpers um und erkennt die einzelnen Flächen besser.
Der Körper schaut sehr symmetrisch aus, das wollen wir ja weg haben. Dazu geht Ihr im Menü auf [Sculpt] und benutzt die Optionen [Refine] und [Reduce]. Einfach ausprobieren und wild los malen. :paintbrush:
Danach soll es dann so aussehen:

Nur noch im Menü auf [Edit] und die Option [Pattern] wählen. Dann wählt den “Pattern Type” [Dual Edges] und man hat das fast fertige Ergebnis. Die weiteren Einstellungen haben Einfluß auf die Stärke der Verbindungen, Reduzierungen, Auflösung, usw. Am Ende den Körper Exportieren und in Fusion importieren oder auf den Drucker schmeißen!
Das erste Bild zeigt das Ergebnis, dieser Foto-:heart:-Story.

Es geht auch schneller und einfacher, wenn der Körper gleichmäßig vereinfacht werden soll:
Meshmixer->Datei importieren->[Strg-A]->[Shift-R]->[Percentage:>50%]->[Menü:Edit]->[Pattern]->[Dual Edges]=>fertig!

Falls mein Beispiel gedruckt werden sollte, braucht man einen Dual-Extruder und Stützmaterial wie PVA (wasserlöslich), da die Formen zu Komplex und filigran werden.


#2

Moin,

spannende Anwendung. Wurde das gedrückt? Wäre ein gutes Ausstellungsstück, um die Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Drucker zu zeigen.

Grüße
Patrick


#3

Moin Patrick,

einmal habe ich es gedruckt. Auf meinem Prusa-Derivat und einem Einfach-Druckkopf (keine nutzung von Stützfilament). Das Teil war zu filigran, was sich schlussendlich in der Qualität des Ausdrucks bemerkbar machte (stringing und daraus resultierende blobs). :face_vomiting:
Ich hatte es mit PETG gedruckt, wie sich andere Drucker dabei anstellen wäre interessant.
Meiner Meinung nach würde es an einer einfachen Form (Zylinder,oder Konus) ohne Stützfilament und bei einer relativ groben Rasterung gut machbar sein.

Gruß Gunnar


#4

Moin Gunnar,

klingt gut. Ist es dann auch noch für dich nutzbar oder wäre es dann tatsächlich nur ein Ausstellungsstück?

Grüße
Patrick


#5

Hallo!

inwiefern meinst Du, dass es für mich nutzbar ist? Ich verstehe es mal aus technischer Sicht. Es wurde eine bruchfeste aber auch „flexibele“ Struktur geschaffen, die auch noch interessant aussieht. Interessant - nicht schön. Dafür war die Druckqualität zu schlecht.

Gruß Gunnar


#6

Moin,

Ich hatte etwas mit Armband gelesen?

Ich stimme dir zu. Es ist eine interessante Struktur und es wäre ein gutes Ausstellungsstück, in welcher Endform auch immer.

Ich glaube Martin hat heute was in die Richtung gedruckt.

Grüße
Patrick


#7

Quelle: Thingiverse

Den Yoda habe ich ohne Stützstruktur auf dem Formlabs Form 1+ gedruckt.
Auf dem SLA-Drucker sehen die “Voronoi-Drucke” erheblich besser aus als auf FDM-Druckern.

Zurzeit bastele ich noch an einem Stiftehalter und an einem kleinen Lampenschirm. Die Voronoi-Struktur mache ich auch mit Meshmixer und “Dual Edges” bzw. “Mesh + Delaunay Dual Edges” und ein wenig Vor- und Nachbearbeitung, wobei ich damit noch nicht so wirklich zufrieden bin (eine 3D-Struktur wie beim Yoda wäre schön).

@Gunnar Wenn Du Lust hast, können wir ja mal versuchen, Dein Armband auf dem Form 1+ zu drucken. :slightly_smiling_face:


#8

Hammer Martin. Mehr die Zombie-Version von Yoda als natürlich wirkende Gitterstrukturen :sweat_smile: :zombie:‍♂️